
Im Rausch des ElementarenSpäte Expressionisten 1915 bis 1925 |
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Nachtstück 1915, Öl auf Leinwand, 74 x 36,3 cm |
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Grüner Kanal 1925, Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm |
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Eine Generation von Künstlern, aufgewühlt und mitgerissen von den großen Schlachten des Ersten Weltkriegs und der Novemberrevolution in Deutschland, prägte eine breite Strömung der aus dem Expressionismus der Vorkriegszeit erstandenen Kunst. Im Unterschied zu dem Vorläufer begriff sie ihre Rolle nicht in der reinen Opposition, sondern wollte aktiv mitgestalten am Bild des neuen Menschen in einer brüderlichen Welt. Heute begreift die Kunstgeschichte sie als zweite Generation der Expressionisten. Unter dem Aspekt der Nachwirkung und Sozialisierung des Expressionismus vermittelt die Nationalgalerie in der Ausstellung einen spezifischen Blick auf die Kunst der Nachkriegszeit und der frühen zwanziger Jahre in der Weimarer Republik. Die Auswahl umfasst Werke namhafter Maler und Bildhauer: von Otto Dix, Conrad Felixmüller, George Grosz, Karl Hofer, Ludwig Meidner, Georg Schrimpf, Rudolf Belling, Ewald Mataré, Emy Roeder, Renée Sintenis und William Wauer ebenso wie Arbeiten zu unrecht weniger bzw. nur regional bekannter Künstler wie Peter August Böckstiegel, Heinrich Ehmsen, Oskar Fischer, Bernhard Kretzschmar,Wilhelm Lachnit,Wilhelm Rudolph, Jakob Steinhardt, Horst Strempel, Karl Völker, Herbert Garbe, Oswald Herzog, Bernhard Hoetger und Richard Horn.
Ihr frühes Schaffen ist eng verbunden mit dem apokalyptischen Erlebnis des Ersten Weltkriegs und dem menschenverbrüdernden Pathos der Novemberrevolution. In den 1918 begründeten Gemeinschaften Arbeitsrat für Kunst- und Novembergruppe sammelten sich alle wertvollen Begabungen auf künstlerischem Gebiet, um sie dem öffentlichen Wohle der Gesamtheit zuzuführen, unter dem Wahlspruch der französischen Revolution Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Franz Pfemferts »Wochenzeitschrift«. Die Aktion bot den Diskussionen um die neue Funktion der Kunst ein ästhetisches Forum. Wie auch das 1919 gegründete Weimarer Bauhaus erstrebten die Nachkriegsexpressionisten eine enge Verbindung ihres Schaffens mit dem Volk, was sich in einer gemäßigteren Formensprache und anfänglich auch in einer größeren Zeitbezogenheit in der Thematik als bei den Künstlern der Brücke und des Blauen Reiters vor dem Krieg widerspiegelt.
Berlin mit dem Sitz von Arbeitsrat und Novembergruppe sowie Dresden mit der Dresdner Sezession. Gruppe 1919 als Zentren der Bewegung sind in der Ausstellung gut vertreten, aber auch München oder das Junge Rheinland und andere verwandte Bestrebungen.
Die Ausstellung weist auf die verschiedenen stilistischen und thematischen Facetten dieser Ausdruckskunst in ihrer Entwicklung. Von einer durch Weltgewitter und Revolutionswirren aufgewühlten Farb- und Formensprache über die kubo-futuristische Dynamisierung der Wirklichkeit bis zur fast veristischen Überzeichnung der Realität ist die Palette breit gefächert und zeigt die Tendenz von der unmittelbaren Nachfolgeschaft des Expressionismus zu einer immer stärker werdenden Hinwendung zum Realismus. Thematisch spannt sich der Bogen vom Großstadttrauma über Darstellungen der Revolutionskämpfe zu allegorischen Formulierungen und Metaphern bis zu Porträts, Caféhaus- und Zirkusdarstellungen, Landschaften und Stilleben. Auch hier zeigt sich im Zuge der Stabilisierung und Stagnation der Weimarer Republik der allmähliche Rückzug von der großen Verheißungsutopie einer neuen Welt in die kleine Depression des Alltags.
| Titel: | Im Rausch des Elementaren Späte Expressionisten 1915 bis 1925 Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung der Nationalgalerie |
| Umfang: | ca. 70 Gemälde und 10-15 Skulpturen |
| Aufbau: | Die Ausstellung umfasst über 70 Gemälde zumeist mittleren Formats, wenige Großformate, einige Kleinformate und 10-15 Skulpturen. Die Skulpturen sind auf Sockeln zu platzieren (Sockel eventuell ausleihbar), für die Gemälde ist eine Hängefläche mit Stellwänden von ca.120 - 140 lfd. Metern erforderlich. |
| Künstler: | Künstlerliste (alphabetisch): a) Maler: Peter August Böckstiegel, Pol Cassel, Carl (Charles) Crodel, Otto Dix, Heinrich Ehmsen, Conrad Felixmüller, Oskar Fischer, Ernst Fritsch,Walter Gramatté, George Grosz, Hans Grundig, Erwin Hahs,Werner Heldt, Karl Hofer, Max Kaus, Anton Kerschbaumer,Walter Jacob, Bruno Krauskopf, Bernhard Kretzschmar, Paul Kuhfuß,Wilhelm Lachnit, Otto Lange, Konrad Lattner, Erna Lincke, Carl Lohse, Ludwig Meidner, Moriz Melzer, Gustav Alfred Müller, Charlotte E. Pauly,Wilhelm Rudolph,Wilhelm (Guillaume) Schmid, Georg Schrimpf, Arthur Segall, Will Semm, Jakob Steinhardt, Horst Strempel, Georg Tappert, Arnold Topp, Karl Völker, William Wauer, GertWollheim, Magnus Zeller b) Bildhauer: Rudolf Belling, Herbert Garbe, Ludwig Gies, Oswald Herzog, Bernhard Hoetger, Richard Horn, Ewald Mataré, Max Nienhaus, Emy Roeder, Renée Sintenis, William Wauer |
| Katalog: | Der Katalog wird von den Staatlichen Museen zu Berlin konzipiert, finanziert und hergestellt und in Kommision angeboten. Möglich wären z. B. 100 Seiten mit 40 ganzseitigen Farbabbildungen, 20 ganzseitigen Schwarzweiß-Abbildungen, 36 Seiten Text inklusive Werkangaben und Kurzbiographien |
| Kosten: | Honorar für Katalogbearbeitung ca.5.000 €, restauratorische Bearbeitung ca. 10.000 €;, Versicherungswert ca.6 Mio. €, Transport |
| Ausstellungsorte: |
15.06.2007 - 26.08.2007: Käthe Kollwitz Museum Köln, Köln 24.03.2007 - 03.06.2007: Ernst-Barlach-Gesellschaft Hamburg, Wedel 27.01.2006 - 19.03.2006: Städtische Wesenberggalerie Konstanz, Konstanz 23.10.2005 - 15.01.2006: Stadtmuseum Hofheim, Hofheim am Taunus 19.06.2005 - 25.09.2005: Gut Altenkamp, Papenburg-Aschendorf 11.03.2005 - 29.05.2005: Museum Moderner Kunst, Stiftung Wörlen, Passau 04.12.2004 - 27.02.2005: Edwin-Scharff-Museum, Neu-Ulm |
| Sonstiges: | Die Ausstellung steht aus konservatorischen Gründen leider nicht mehr zur Ausleihe zur Verfügung. |
| inhaltliche Fragen: |
Dr. Friedegund Weidemann Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof Staatliche Museen zu Berlin Invalidenstraße 50-51 10557 Berlin Fon: 030 - 39 78 34 18 Fax: 030 - 39 78 34 13 f.weidemann@smb.spk-berlin.de |
allgemeine Fragen: |
Dr. Maren Eichhorn Staatliche Museen zu Berlin Generaldirektion Stauffenbergstraße 40-41 10785 Berlin Fon: 030 - 266 42 2140 Fax: 030 - 266 42 2150 m.eichhorn@smb.spk-berlin.de |
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