Um eine Liste der Ausstellungen des Geheimen Staatsarchivs PK zu erhalten, klicken Sie bitte hier...
Um eine Liste der Service-Angebote des Geheimen Staatsarchivs PK zu erhalten, klicken Sie bitte hier...
Neue Angebote im Rahmen des Föderalen Programmes (alle Einrichtungen) ... 2006/2007 2008/2009 2009/2010
Folgende Angebote wurden bisher ...
Bitte geben Sie den gewünschten Suchbegriff ein und klicken sie auf "Suchen"
Die Anfänge des Geheimen Staatsarchives Preußischer Kulturbesitz (GStA PK) sind in der Kanzlei der askanischen Markgrafen zu suchen. Sie reichen damit ins 13. Jahrhundert zurück (erste urkundliche Erwähnung: Stendal 1282). Den ehrenden Titel „Geheimes Staatsarchiv“ erhielt es 1803.
Das Geheime Staatsarchiv erwies sich vor 1914 als Hauptarchiv des Preußischen Staates, das seine Zuständigkeit für dessen Zentralinstanzen infolge historischer Entwicklungen auch mit der für bestimmte Provinzialüberlieferungen verband.
Sechs Jahre nach dem Ende des I. Weltkrieges bezog das Preußische Geheime Staatsarchiv 1924 sein heutiges Dienstgebäude in Berlin-Dahlem. Während des II. Weltkrieges war 1943/44 der größte Teil seiner Bestände in Bergwerken bei Staßfurt und Schönebeck ausgelagert, von wo sie 1949/50 nach Merseburg gelangten. Nach Kriegsende wurde die Dahlemer Dienststelle schnell wieder für die Rettung von Akten sowohl staatlicher Behörden als auch nichtstaatlicher Einrichtungen aktiv und 1946 zum Hauptarchiv für Behördenakten bestimmt. Seit 1963 gehört das GStA PK zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. 1978 erhielt das GStA PK auch die Bestände des ehemaligen Staatsarchivs Königsberg anvertraut und mit der Verantwortung für dieses einzigartige kulturelle Erbe seine ihm mittlerweile erwachsene Zuständigkeit für Überlieferungen aus dem Bereich der ehemals preußischen Ostprovinzen sanktioniert. Unterdessen wurden die in Merseburg gelagerten Archivalien zunächst vom Deutschen Zentralarchiv betreut. Nach der deutschen Wiedervereinigung gelangten diese Bestände 1993/94 nach Berlin zurück, wo sie nun wieder die Basis der Überlieferung des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz bilden.
Das GStA PK ist aufgrund seiner historischen Entwicklung und in einer seit der Auflösung des preußischen Staates 1947 gewandelten Archivlandschaft, zunächst für die Überlieferung der zentralen Instanzen des ehemaligen Brandenburg-Preußen zuständig; darüber hinaus auch für bestimmte Provinzialüberlieferungen und nichtstaatliches Schriftgut. Es verwahrt gegenwärtig ca. 35.000 lfm Archivalien sowie eine Dienstbibliothek mit etwa 190.000 Bänden und 185 currenten Zeitschriften.
Augenscheinlich entspricht der Überlieferungsfülle des GStA PK die Intensität seiner Benutzung, die (von der schriftlichen Inanspruchnahme einmal abgesehen) derzeit zwischen 12.000 und 13.000 Benutzertagen pro Jahr schwankt.
Der Schwerpunkt der archivischen Routine liegt derzeit vor allem auf Ordnungsarbeiten, obwohl die Verzeichnungsqualität mancher Reposituren dringend novelliert werden muss. Eine moderne Bestandsübersicht liegt mittlerweile in Form der 2000 gedruckten und 2001 als Kernstück einer Website ins Internet gestellten „Tektonik“ vor. Flankierend hat das GStA PK teils in eigener Initiative, teils in Zusammenarbeit mit anderen Archiven sachthematische Inventarisierungsarbeiten begonnen, die seine Überlieferungen mit denen anderer Häuser benutzerorientiert verknüpfen soll. Darüber hinaus wird die intensive Erschließung z.B. der Königsberger Schriftgutsätze durch Regestenwerke stetig weiter vorangetrieben, die in der renommierten archiveigenen Veröffentlichungsreihe erscheinen. Die Planung der Bestandserhaltung setzt einen Schwerpunkt auf die Massenkonservierung; darüber hinaus konzentriert sie sich auf Wege, die Überlieferungen –beispielsweise auch durch einen Verbund von analogen und digitalen Reproduktionsformen- einer internationalen, historisch interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Prof. Dr. Jürgen Kloosterhuis
Direktor des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz